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Köln (fondsweb) - Der Markt für Islamic Banking boomt. Weltweit sind bereits rund eine Billion Euro in diesem Sektor angelegt - und der Markt wächst jedes Jahr zwischen 15 bis 20 %. Während in Großbritannien und Frankreich bereits eine breite Angebotspalette für Islam-konforme Investments zur Verfügung steht, ging der Boom an Deutschland bislang vorbei. Jetzt bringt die MERIDIO AG mit dem MERIDIO Global Islamic Multi Asset (A0X9HM, A0X9HN) einen Islamkonformen Mischfonds, der die Bedürfnisse der Muslime aufnimmt und als Ethik-Investment auch für Nicht-Muslime interessant ist. Der Fonds wird am 24. März aufgelegt.
Islamische Investments seien ein Boom-Sektor. Die aktuelle Studie des Instituts for Islamic Banking and Finance kommt zu dem Ergebnis, dass im Privatkundengeschäft in Deutschland eine zunehmende Nachfrage nach Islam-konformen Angeboten seitens der muslimisch geprägten Kundschaft besteht: "Hier leben rund 4,3 Millionen Muslime, vor allem türkischer Herkunft. Ihr Jahreseinkommen liegt bei 16 bis 20 Milliarden Euro, insgesamt haben sie 22 bis 38 Milliarden Euro gespart. Über 70 % dieser Muslime in Deutschland haben Interesse an Islam-konformen Finanzprodukten, hauptsächlich aus ethischen Gründen." Das Marktpotenzial für Islam-konforme Produkte betrage hier zu Lande deshalb jedes Jahr rund 1,2 Milliarden Euro - ein aussichtsreicher Markt. Bislang laufe dieses große Interesse ins Leere. Bestehende Produkte seien in der Regel nicht aktiv gemanagt, würden somit nur geringe Chancen auf eine überdurchschnittliche Wertentwicklung bieten.
Die Erstzeichnungsfrist des MERIDIO Global Islamic Multi Asset läuft Angaben zufolge vom 10. März 2010 bis zum 19. März 2010. Während der Zeichnungsfrist und danach könne der Fonds regulär bei allen Banken, Sparkassen und anderen Finanzinstituten bezogen werden. Anlageschwerpunkt seien Aktien und islamische Zertifikats-Strukturen (Sukuks). Wegen seiner internationalen Ausrichtung könne der Fonds von den Chancen auf unterschiedlichen Märkten weltweit profitieren. Über die Einhaltung der Anlagekriterien wache eine Ethik-Kommission, die sich aus drei namhaften Gelehrten zusammensetzt, die neben der umfassenden theologischen Ausbildung auch über ein fundiertes ökonomisches Wissen verfügen. Aufgrund des nachhaltigen Charakters sei der MERIDIO-Fonds auch für andere Kundensegmente interessant.
Insbesondere seit der globalen Finanzkrise wachse das Interesse an islamischen Investmentprodukten. "Hätte sich die Finanzwelt an die islamischen Regeln gehalten, hätte es die USImmobilienkrise in dieser Form nicht gegeben", sagt Michael Saleh Gassner, der für den Zentralrat der Muslime in Deutschland islamische Finanzprodukte zertifiziert. Gassner fügt hinzu: "Denn die islamischen Anlageregeln sind eindeutig und transparent: Geldzinsen sind untersagt - Geld besitzt in der islamischen Ökonomie keinen inneren Wert und darf daher nicht als Handelsware genutzt werden. Im Islam ist es zudem verboten, hochspekulative Geschäfte sowie Anlagen in Branchen wie Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Rüstungsgüterindustrie oder Pornografie zu tätigen. Oberste Prinzipien sind die Wahrung von Gerechtigkeit, der faire Umgang sowie die Harmonie von individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung."
