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Rohstoffe (engl. Commodities) bieten langfristig attraktive Renditen, zudem weisen beispielsweise einige Agrar-Rohstoffe wie Weizen, Soja oder Mais – gegessen wird schließlich auch in Krisenzeiten – eine vergleichsweise niedrige Korrelation mit anderen Anlagekategorien wie Aktien und Anleihen auf. Ähnliches gilt für das Edelmetall Gold, dessen Wert gerade in Krisenzeiten oft steigt. Dank dieser Faktoren erfreuen sich Rohstoffe seit Jahren einer zunehmenden Beliebtheit bei vielen Anlegern.
Inwieweit jedoch Rohstoffanlagen durchaus auch mit erheblichen Risiken behaftet sind, zeigten die massiven Kurseinbrüche aufgrund der Wirtschaftskrise in 2008/2009. Gerade Rohstoffpreise gelten als sehr volatil, sprich schwankungsintensiv. Ganz besonders zeigt sich dies bei Rohöl oder Industriemetallen, die in entscheidendem Maße von der Konjunkturentwicklung abhängen. Deren Preisentwicklung wird häufig auch als Konjunkturindikator von Wirtschaftsexperten herangezogen. Geht es mit der Konjunktur aufwärts, profitieren die Rohstoffpreise oft überproportional gegenüber dem Aktienmarkt. Gleiches gilt allerdings auch umgekehrt. Risikoorierntierte Anleger mit etwas Mut, die Ende 2008/Anfang 2009 in diese darniederliegenden Rohstoffmärkte einstiegen, wurden teilweise mit erheblichen Gewinnen belohnt. Und sollte sich der Trend zu einer weltweiten Wirtschaftserholung in den Industriestaaten bei gleichzeitigem rasantem Aufstieg der Schwellenländermärkte fortsetzen, dürften die Preise bei immer geringer werdenden Rohstoffreserven weiter anziehen. Dafür sorgt allein der ungeheure Rohstoffhunger Chinas.
Für Anleger, die über Publikumsfonds in Rohstoffe investieren möchten, bieten sich einerseits Aktienfonds an, die in die entsprechenden Unternehmen aus den Industriesektoren der primären Rohstoffe (Edel- und Nichtedelmetalle, Öl&Gas, Land- und Forstwirtschaft) investieren. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit in spezielle Rohstoff-Fonds anzulegen, die entweder einzelne Rohstoffe, oder auch breiter diversifiziertere Indizes bzw. Rohstoff-Baskets mit dann auch meist geringerer Wertschwankung abbilden.
Der ComStage ETF Commerzbank Commodity EW Index TR (LU0419741177) ist ein börsengehandelter Investmentfonds (ETF), der sich auf die Wertentwicklung des Commerzbank Commodity EW Performanceindex, oder kurz CoCo-Index, bezieht. Der CoCo-Index vollzieht die Wertentwicklung von 16 der bedeutendsten und liquidesten Rohstoffen nach, die durch Terminkontrakte abgebildet werden. Das Besondere an diesem Rohstoffbarometer: Im Gegensatz zu vielen der großen und bekannten Indizes dieser Art (GSCI, Rogers usw.) sind beim CoCo-Index sämtliche Komponenten mit anfänglich 6,25% gleichgewichtet. Auch bei den Subkategorien, also bei Energie, Edelmetalle, Industriemetalle und Agrarprodukte, wird eine anfängliche Gleichgewichtung von 25% sichergestellt. In der Regel zweimal pro Jahr findet eine Anpassung und Überprüfung der Gewichtung statt. “Damit werden deutliche Ungleichgewichte zugunsten oder gegen einzelne Sektoren vermieden, was wir als Vorteil sehen”, so die Analysten der FWW Research Services (RS). Daneben lässt sich der Fonds als ETF jederzeit und sehr flexibel an der Börse handeln.
Der Fonds wurde erst im Mai 2009 aufgelegt und hat seitdem ein Plus von 20,33% erwirtschaftet, zu beachten ist, dass der Fonds in USD notiert. Aus EUR-Sicht lag das Ergebnis sogar bei 23,92% (Zahlen zum 18.02.2010)
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Zielgruppe für diesen Fonds ist der eher erfahrene Anleger. Dieser sollte sich der Risiken bewußt sein, die ein Engagement in einem Rohstoff-Fonds mit sich bringt (z.B evtl. Rollverluste beim Hinüberrollen in nächsten Future in Contango-Situationen). Der Sektor ist gekennzeichnet von hohen Schwankungen, da die Kurse durch Preisrückgänge immer wieder unter Druck geraten können. Daneben gibt es ein signifikantes Währungsrisiko, da der Fonds aufgrund seiner Ausrichtung auf die Rohstoff-Terminmärkte in USD notiert.
