Grundsätzlich kann in offene und geschlossene Investmentfonds unterschieden werden. Während bei offenen Fonds jederzeit weitere Anteile ausgegeben werden können, ist die Anzahl der ausgegebenen Anteile bei einem geschlossenen Fonds limitiert.
Die verschiedenen Fondstypen können sich auf bestimmte Anlageregionen beschränken. Typischerweise findet man hier bestimmte Länder (Deutschland, Japan, Brasilien, etc.), bestimmte Regionen (Euroland, Emerging Markets, Skandinavien, etc), bestimmte Kontinente (Europa, Nordamerika, Asien, etc.), oder es findet keine regionale Spezialisierung statt, d.h. der Fonds investiert weltweit in Wertpapiere oder Immobilien der entsprechenden Anlagekategorie.
Denkbar ist auch die Spezialisierung auf bestimmte Branchen bzw. Themen (Internet, Biotechnologie, Konsum, etc) in so genannten Branchen- bzw. Themenfonds.
Das Fondsvermögen von Aktienfonds wird nahezu ausschließlich in Aktien investiert. Die Aktienfonds unterscheiden sich im Investitionsschwerpunkt entweder nach Regionen (weltweit, Europa, Deutschland, ...) oder wirtschaftlichen Sektoren (Biotechnologie, Technologie, ...), Branchen oder Indizes. Nach welchen Kriterien das Aktienportfolio zusammengestellt wird, ist in den jeweiligen Anlagerichtlinien des entsprechenden Aktienfonds festgelegt.
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Die können mehrere Anleihenarten wie Staatsanleihen, Bankschuldverschreibungen oder Unternehmensanleihen beinhalten. Die Aufteilung der Rentenfonds erfolgt, wie bei Aktienfonds nach Regionen und Ländern aber auch nach den einzelnen Anleihearten. Nach welchen Kriterien das Rentenportfolio zusammengestellt wird, ist in den jeweiligen Anlagerichtlinien des entsprechenden Rentenfonds festgelegt.
Geldmarkt oder Geldmarktnahe Fonds investieren ausschließlich in Bankguthaben, Termingelder und in festverzinsliche Wertpapiere mit sehr kurzen Restlaufzeiten. Ähnlich wie ein Sparbuch.
Dachfonds legen ihr Fondsvermögen in Anteile anderer Investmentfonds an.
Im Portfolio können sich Aktien-, Renten- aber auch Geldmarktfonds befinden. Es gibt Dachfonds, die einen Schwerpunkt auf Aktienfonds oder auch Rentenfonds haben. Auf der anderen Seite gibt es Produkte, die in beide Wertpapierarten ausgewogen investieren oder auch flexibel, je nach Marktlage investieren. Zudem können offe Immobilienfonds, Derivate sowie Hedgefonds einen Portfoliobaustein abbilden.
Die Dachfonds sind als eine Art Vermögensverwaltung auf Fondsbasis gedacht.
Exchange Traded Funds (ETF) sind Fonds, die an einen geregelten Markt der entsprechenden Börse gelistet und gehandelt werden und die Wertentwicklung eines Index wie etwa den DAX abbilden. ETFs weisen eine geringe Kostenstruktur auf, da kein aktives Management dahinter steht. Je nach Handelsart werden ein Ausgabeaufschlag oder die banküblichen Börsengebühren bezahlt. Dabei ist zu beachten, dass ebenfalls beim Verkauf über die Börse Gebühren anfallen. Die ETFs werden wie Aktien fortlaufend gehandelt, während der Inventarwert bei traditionellen Fonds nur einmal täglich festgestellt wird. Der Ein- und Ausstieg ist damit jederzeit zum aktuellen Börsen-Kurs möglich.
Seit 1. Januar 2004 sind Hedgefonds auch in Deutschland zugelassen und werden im InvG als "Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken" bezeichnet. Während Einzel-Hedgefonds (Single Hedgefonds) nicht öffentlich verkauft werden dürfen, können Privatanleger in Dach-Hedgefonds, die unter bestimmten Vertriebsauflagen verkauft werden dürfen, investieren. Bei Single Hedgefonds verfügt der Manager in seinen Investmententscheidungen über viele Freiheiten und kann zur Steigerung des Investitionsgrades grundsätzlich unbeschränkt Kredite aufnehmen. Der Einsatz von Derivaten ist ebenso erlaubt (Leverage) wie der Verkauf von Vermögensgegenständen, die zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses nicht zum Sondervermögen gehören (Leerverkauf). Die Anlagestrategie eines Single Hedgefonds ist im Verkaufsprospekt festgelegt, der die Basis für den Anlagegrundsatz bildet. Dach-Hedgefonds wiederum investieren überwiegend in Single Hedgefonds, dürfen selbst aber keine Leverage- und Leerverkaufs-Geschäfte durchführen. Gewinn- und Verlustpotenzial sind bei einer Anlage in Hedgefonds beträchtlich.
